Über Syndesmos

"Syndesmos" kommt aus dem griechischen und bedeutet "Verbindung". Ich habe diesen Namen bewusst für mein zweites Album gewählt, denn ich habe mich lange mit den alten Mythologien auseinander gesetzt. Je mehr ich in die Geschichte dieser alten Kulturen eintauchte desto stärker spürte ich eine Vertrautheit, eine tiefere Verbindung.

Die Musik West- und Nordafrikas sowie des Orients hat mich immer inspiriert. Für die Arbeit an "Syndesmos" habe ich sehr viel traditionelle Musik gehört und mich intensiv mit deren Instrumenten und Charakteristik beschäftigt.

Für "Syndesmos" habe ich über 40 historische und moderne Instrumente eingespielt. Dafür habe ich mich monatelang auf die Suche nach diesen Instrumenten begeben und habe lange die Instrumente, deren Geschichte und Spieltechniken studiert.Wie bei meinem Vorgänger Album "Klangmagie" habe ich auch dieses Mal wieder mit Synthesizern und Samples gearbeitet um eine perfekte Atmosphäre zu erzeugen, damit der Hörer so nah wie möglich in das musikalische Geschehen eintauchen kann.

Somit wurden für "Syndesmos" historisch und moderne Instrumente, mit elektronischen Klanglandschaften fusioniert, eine harmonische musikalische Verbindung ist entstanden, "Syndesmos".

Über die Musik, Geschichte & Mythologie zu Syndesmos

Im Gegensatz zu "Klangmagie", wo die Songs über einen langen Zeitraum entstanden sind und über mehrere Stadien aufgenommen wurden, besteht "Syndesmos" aus komplett aktuellen Material. Alle Songs sind das Ergebnis einer intensiven Arbeitsphase.

"Organic Mantra"  öffnet die Pforten für "Syndesmos" mit der klaren Botschaft des Samsara, dem immer drehenden Rad des Lebens, dem immerwährenden Zyklus des Seins, dem Kreislauf von Werden, Vergehen und der Wiedergeburt.
Musikalisch vereint "Organic Mantra" Instrumente der persischen Musik wie der Tonbak oder der Ney, mit Obertoninstrumenten aus Fernost wie den heilenden Frequenzen von Klangschalen oder den Ganta, den traditionellen tibetischen Glocken..

 

"Persepolis" ein atmosphärischer und mystischer Song, er erzählt von der Vergänglichkeit  der antiken Stadt Persepolis. Persepolis aus dem griechischen "Stadt der Perser" war eine der Hauptstädte des antiken Perserreichs im Süden des Irans. 200 Jahre lang war sie ein Beispiel der persischen Hochkultur. 330 v. Chr. wurde sie von den Truppen Alexanders des Großen niedergebrannt, Ruinen zeugen heute von der Vergangenheit des achämenidischen Persien.

 

"Azraq-Dar" und "Bahr al-Abiad" sind zwei Songs, die sich thematisch mit den beiden Quellflüssen dem blauen Nil und dem weißen Nil auseinander setzen.

Der Nil ist mit 6852km der längste Fluss der Erde und fließt durch 7 Länder.

Beide Songs vereinen arabische Lyrik mit Glossolalia. In beiden Songs habe ich verschiedene Rahmentrommeln verwendet, wie die Mizhar, Bendir oder Tar,  vermischt mit unterschiedlichen Perkussionsinstrumenten und der persischen Ney.

Über die Instrumente & Rhythmik

Während der Aufnahmen zu "Syndesmos" habe ich über dreißig Instrumente eingespielt. Ich habe viel mit meinen Instrumenten experimentiert, so erzeuge ich mit einem Cellobogen angestrichenen Glocken, Gongs & Becken einen obertonreichen surrealen Klang.

Um einen vollen Basston zu bekommen, habe ich viel mit Kalebassen gearbeitet. Kalebassen sind große aus Afrika stammende Kürbisse, die neben ihrer Verwendung als Aufbewahrungs- oder Trinkgefäße, als Musikinstrumente verwendet werden. Eine umgedreht in einem Wasserbecken schwimmende Kalebassen-Halbschale dient als Wassertrommel. In der Tendé-Musik der Touareg im Norden des Niger heißt das mit Schlägeln oder Sandalen geschlagene Perkussionsinstrument Assekalabo.

Einen besonderen Platz nimmt aber die Spacedrum ein, eine pentatonisch eingestimmte Klangskulptur mit 7-10 Klangfeldern. Die Spacedrum ist eine Weiterentwicklung, der Schweizer Hang. Das Instrument Hang wurde 2001 erfunden, der Klang erinnert an eine Mischung aus einem Gamelan Orchester, einer Steeldrum und einer indischen Ghatam.

Ein besonderes Merkmal in "Syndesmos" ist die vielseitige Verwendung von Perkussionsinstrumenten und speziellen Rhythmen. "Azraq-Dar" basiert auf einem traditionellen ägyptischen 10/8 Rhythmus. So finden sich neben Rhythmen der Berber aus Marokko, auch traditionelle Rhythmen der Malinké, der Sufi Kultur und der Touareg wieder.